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Flugi I zum 28.03.09

Lasst sie uns stoppen ! 

Und danach?

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren haben die Neonazis um den NPDler Jörn Lemke für den 28. März 2009 wieder einen Aufmarsch durch Lübeck angemeldet. Anlass ist der Jahrestag der Bombardierung Lübecks an Palmarum 1942, welche die Nazis – die Geschichte verdrehend – als „alliierten Bombenterror“ bezeichnen. Mit dieser unerträglichen Heuchelei versuchen die Nazis, von den wahren Tätern abzulenken, die Terror über die ganze Welt brachten und Millionen von Menschen ermordeten. Außerdem ist dies der erneute Versuch, auf die verbreitete und gesellschaftlich zunehmend akzeptierte Diskussion um „deutsche Opfer“ zu reagieren und damit ihre eigene gesellschaftliche Akzeptanz zu verbessern.

Während die Nazis in den vergangenen Jahren immer wieder versucht haben, mit ihrem heuchlerischen Aufmarsch in die Innenstadt zu gelangen – was nicht zuletzt am Widerstand vieler tausender engagierter Menschen gescheitert ist – geht die geplante Naziroute dieses Jahr durch St. Lorenz. Bereits im letzten Jahr marschierten die Nazis durch dieses Stadtviertel; dank der Polizei, die sich bemüht, den Aufmarsch der Rechtsextremen so reibungslos wie möglich durchzusetzen, hat sich gezeigt, dass St. Lorenz viel weniger Stress für die armen Nazis bedeutet als die Innenstadt: Betroffene Anwohner haben meist verständlicherweise zu viel Angst, sich den Holzköpfen in den Weg zu stellen. Zudem knüpft die Polizei an altbekannte Konzepte an; ein reines Wohnviertel wie St. Lorenz lässt sich wunderbar mit Gittern absperren, und wenn man dann noch Platzverweise gegen alle ausspricht, die auch nur entfernt nach demokratischer Gesinnung aussehen, können die Nazis einen herrlich ungestörten Spaziergang unternehmen.

Es ist trotzdem zu hoffen, dass es uns gelingen wird, den Naziaufmarsch zu verhindern. Und es ist zu hoffen, dass sich die Einsatzleitung der Polizei am 28. März nicht bemühen wird, zivilen Ungehorsam als wirkungslos vorführen zu wollen und den Neonazis mit aller Macht den Weg frei zu knüppeln. Aber selbst ein solches Vorgehen wird unseren antifaschistischen Widerstand nicht entwerten können: So lange wir viele sind, wird die Straße nicht den Nazis gehören. Das ist viel. Aber reicht es?

In diesem Jahr ist die UnterstützerInnenliste unserer Demonstration um einige Prominente gewachsen. Der Bürgermeister der Stadt Lübeck und selbst der schleswig-holsteinische Ex-Innenminister haben sich dem „Wir-können-sie-stoppen“ verschrieben und werden auf unserer Kundgebung sprechen. Aber wie ernst ist es ihnen wirklich mit dem Stoppen?

Sicherlich wird es in der Zukunft auch dann regelmäßige Naziaufmärsche in Lübeck geben, wenn es gelingen sollte, der NPD eine Niederlage zu bereiten. Organisierter Rechtsextremismus, Übergriffe, rassistische politische Kampagnen, Sondergesetze für Asylbewerber und die Propagierung einer „deutschen Leitkultur“ werden morgen nicht vom Erdboden verschwunden sein, nur weil ein Herr Saxe und ein Herr Stegner am 28.3. ausnahmsweise an einer antifaschistischen Demonstration teilnehmen wollen.

Wirksamer, über die tagespolitischen Interessen hinausgehender Widerstand gegen Rassismus und Neofaschismus kann nicht durch staatliche Instanzen entwickelt werden, vielmehr ist es wichtig, dass sich Menschen dauerhaft selbständig und ohne parteipolitische Interessen engagieren. Eine entsprechende Möglichkeit stellt die Mitarbeit im Lübecker Bündnis gegen Rassismus dar, welches sich als zentrale Anlaufstelle für kontinuierliche antifaschistische Politik etabliert hat. Wir sind ein parteipolitisch ungebundener Zusammenschluss von Lübeckerinnen und Lübeckern, die sich aktiv gegen Rassismus und Neonazismus engagieren und seit 1992 eine Vielzahl von Projekten und Initiativen gegen faschistischen Terror, rassistische Diskriminierung und gegen die Verharmlosung der von rechts ausgehenden Gefahr initiiert haben.

Wir laden alle interessierten Menschen ein, im Lübecker Bündnis gegen Rassismus mitzuarbeiten. Wir treffen uns jeden Mittwoch um 19.00 in der „alternative“ (Willy-Brandt-Allee 9).

27.3.09 22:44
 


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