Bleibt wachsam, meldet Naziaktivitäten →→→ Hier!
  Startseite
    Demo 2011
    Demo '09
    flugi
    aus der Provinz
    -Material
    -Migration
    -Nazigewalt
    -Termine
    -Theorie
  Über...
  Archiv
  KONTAKT
  ZECKENFUNK
  Abonnieren
 


 
Links
   Flüchtlingsforum Lübeck
   Walli bleibt!
   Wir können sie stoppen!
   *** *** ***
   Anarchist Federation (Lübeck)
   Avanti - Projekt undogmatische Linke
   BASTA! - Linke Jugend
   Gruppe Sur l'eau
   Radikale Linke Lübeck
   VVN-BdA e.V.
   *** *** ***
   Indymedia
   Konkret
   PROASYL
   Wikipedia
   Blogosphäre
   Klarmanns Welt
   nichtidentisches
   Projekt "späte Gerechtigkeit"

Webnews



http://myblog.de/lbgr

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
KEIN NAZIAUFMARSCH AM 21. AUGUST IN NEUMÜNSTER!

Für Samstag, 21.8.2010 kündigen schleswig-holsteinische Neonazis aus NPD und sogenannten "Freien Kräften" in Neumünster eine Demonstration im vermeintlichen Gedenken an den Preußenkönig Friedrich der Große an, dessen Todestag der 17.8.1786 ist. Als Auftaktort des Aufmarsches geben sie für 11 Uhr den neumünsteraner Bahnhof an. Hierbei handelt es sich um einen offensichtlichen Vorwand um dem Hitler-Stellvertreter und Kriegsverbrecher Rudolf Hess zu gedenken, dessen Todestag ebenfalls der 17.8. ist, seit er im Jahre 1987 Selbstmord beging. Im Gegensatz zu Friedrich dem Großen stellt ber für die Naziszene spektrenübergreifend eine äußerst symbolträchtige Figur dar. Schon seit den 1990ern führt diese regelmäßig geschichtsrevisionistische und ns-verherrlichende sogenannte "Gedenkmärsche" für die verstorbene Nazi-Größe in der Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland durch, die im Jahre 2004 ihren Höhepunkt erreichten, als sich ca. 5000 Nazis aus ganz Deutschland und anderen europäischen Ländern zentral im süddeutschen Wunsiedel zusammenrotteten, wo Hess begraben liegt. Seitdem der zentrale Aufmarsch in Wunsiedel nach zunehmenden antifaschistischen Protesten (wieder) aufgrund seiner offenen Glorifizierung des Nationalsozialismus verboten wurde, finden seit 2005 immer wieder „spontane" Nazi-Demonstration auch in Norddeutschland rund um den 17. August statt. 2008 kam es z.B. zu einem kurzen "Fackelmarsch" von knappo 40 Neonazis in der Kieler Innenstadt, im vergangenen Jahr wiederholte sich ein ähnliches Szenario in Kaltenkirchen. Dieses Jahr hat sich die schleswig-holsteinische Naziszene offenbar auf die Strategie einer Vorwand-Demo verständigt, um offen zu ihrem Hess-Gedenken mobilisieren zu können. Klar ist, dass wir diesem geschichtsrevisionistischen und NS-verherrlichenden Aufmarsch nicht tatenlos zuschauen werden. Wir rufen dazu auf, sich am Sa., 21.8. dem Nazitreiben in Neumünster entgegen zu stellen. Schmiedet Pläne und mobilisiert massenhaft. ALLE AUF DIE STRAßE GEGEN DEN NS-VERHERRLICHENDEN UND GESCHICHTSREVISIONISTISCHEN NAZIAUFMARSCH AM 21.8.2010 IN NEUMÜNSTER! Infos zu antifaschistischen Gegenaktivitäten folgen sobald wie möglich. Checkt: [www.antifanms.blogsport.de] & [www.antifa-kiel.org] Autonome Antifa-Koordination Kiel PGP-Key: [http://www.antifa-kiel.org/tl_files/kiel_antifa/downloads/antifa-kiel.asc] [http://www.antifa-kiel.org]
lbgr am 9.8.10 22:12


Hetze im biederen Outfit: Monatsblatt „Zuerst!“ trockenlegen!

Seit Ende des letzten Jahres ist mit der monatlich erscheinenden Zeitschrift Zuerst! eine neofaschistische Publikation an vielen Kiosken und Buchläden erhältlich. Die Vertriebsstrukturen werden von der Verlagsunion (VU), einer 100%igen Tochter des Hamburger Bauer-Verlages gewährleistet. Das optisch an etablierten Blättern wie Spiegel und Focus orientierte Magazin wird nach eigenen Angaben mit einer Auflage von 90.000 Exemplaren von dem bekannten Neonazi Dietmar Munier herausgegeben.

Alte Bekannte

Verleger Munier kommt aus den Reihen der Nationaldemokraten und war 1973 stellvertretender Landesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) in Schleswig-Holstein. In Kiel trat er 1983 für die REP-Tarnorganisation Kieler Liste für Ausländerbegrenzung an. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich Munier in Martensrade (Kreis Plön) eines der größten Verlagsimperien der extremen Rechten aufgebaut, von denen Teile seit Jahren in Verfassungsschutzberichten des Landes Schleswig-Holstein erwähnt werden. Lud Munier ursprünglich auch zu Wehrsportübungen ein, so hat er sich inzwischen auf den „Kampf um die ehemaligen deutschen Ostgebiete“ spezialisiert., so u.a. als Gründungsmitglied der „Aktion deutsches Königsberg“, die sich für eine „Regermanisierung des deutschen Ostens“ einsetzt. Wegen seiner revanchistischen Tätigkeiten erhielt Munier Einreiseverbot in Russland, in Deutschland stand er Ende der 90er Jahre wegen des Buches "Dokumente polnischer Grausamkeiten" vor Gericht. Er gilt in der Neonaziszene als potenter Finanzier, einflussreicher Strippenzieher und Arbeitgeber. So arbeitet in seinem Verlagskomplex z.B. Jens Lütke, NPD-Vize in Schleswig-Holstein. Muniers neuer Chefredakteur ist der ehemalige Redakteur der Tageszeitung Die Welt, Günther Deschner, der schon lange für die völkische Zeitung Junge Freiheit schrieb. Für den Munier-Komplex stand Deschner bislang als Autor und Interviewpartner der extrem rechten Deutschen Militärzeitschrift (DMZ) zur Verfügung. Von dort kommt auch ein weiterer Vielschreiber von Zuerst!, Manuel Ochsenreiter, seit Ende 2004 ist er Chefredakteur der DMZ. Ochsenreiter gab auch schon mal der NPD-Zeitung Deutsche Stimme ein Interview und war 2008 auf Freundschaftsbesuch bei der islamistisch-fundamentalistischen Hisbollah im Libanon, wo er sich vor dem Wrack eines israelischen Panzers ablichten ließ.

Für die Gründung der Zeitschrift Zuerst! kaufte Munier den einschlägig bekannten Nation Europa Verlag, um den Abostamm der Zeitschrift Nation und Europa (NE) mit zu übernehmen. Die 1951 von Arthur Erhard, ehemaligem SS-Hauptsturmführer und Chef der „Bandenbekämpfung“ gegründete NE gilt für den Hamburger Verfassungsschutz als „bedeutendstes rechtsextremes Strategie- und Theorieorgan“. Für Munier ist Zuerst! „…die Umgestaltung von NE, um sie für das 21. Jahrhundert sturmfest zu machen. Zuerst! setzt die bewährte programmatische Linie fort.“ Mit den Dauerbrennern nationale Identität, Kulturkampf, Attacken auf die vermeintlich allgegenwärtige political correctness und kaum verhohlenem Rassismus unterscheidet sich Zuerst! kaum von anderen Blättern aus dem rechten Sumpf. Auch antisemitische Verschwörungstheorien werden z.B. in der Titelstory  der ersten Ausgabe „Wer regiert Deutschland wirklich? Banker und Politiker, Spekulanten und Strippenzieher“ gepflegt. Von einer „Nomenklatura“ „effizient-diskret tätige(n) Schattenmännern – einer Kaste gleich“ und von „führenden Wallstreet-Investmentbankern“ wird in dem Artikel geraunt – und der braune Leser weiß auch ohne die explizite Erwähnung, dass hier das „jüdische Finanzkapital“ gemeint ist. Und nach dem Debakel des Naziaufmarsches 2010 in Dresden durften die Leser_innen erfahren, dass es hierbei „Linksextremisten“ unter Duldung der Polizei nur darum gegangen sei, “politisch unliebsame Gruppen von Menschen an ihrem stillen Gedenken zu hindern“.

Bauer-Verlag mitverantwortlich

Muniers Blatt unterscheidet sich jedoch von den übrigen Publikationen des Neofaschismus darin, dass es mit der Verlagsunion (VU) über einen der größten Zeitschriftenvertriebe Deutschlands vertrieben wird und entsprechend einen sehr hohen Verbreitungsgrad aufweist. Da der Bauer-Verlag seit Jahrzehnten alle Anteile an der VU hält, ist dieser auch verantwortlich für diese Kooperation. Nur durch die Bauer-Tochter könnte es Munier gelingen, seine Nazizeitung über Bahnhofskioske etc. auch in dem letzten Dorf zu verkaufen. Bisher sind die meisten Nazizeitungen nur im Abonnement erhältlich. "Im Vordergrund steht hierbei immer der wirtschaftliche Erfolg der Zeitschriften" schreibt die VU in ihrer Unternehmensphilosophie. Der Bauer-Verlag ist also mitverantwortlich, wenn Nazipropaganda überall erhältlich ist, ein brauner Strippenzieher wie Munier damit Geld und Einfluss gewinnt und dieser in seinem Verlagskomplex weiterhin Kameraden aus der NPD einen Arbeitsplatz bieten kann.

Perspektiven
Es bleibt zu hoffen, dass sich Munier mit Zuerst! übernommen hat und der real existierende Kapitalismus dem Projekt mittelfristig ein Ende bereiten wird. Erste Hinweise dafür liegen vor: So kann er immer noch nicht auf ein feste Redaktion, geschweige denn auf einen Redaktionsraum zurückgreifen. Aufgrund des Hochglanzdruckes und der fehlenden Anzeigeneinnahmen ist der Preis mit 6,50€ sehr hoch und dadurch für noch-nicht-Nazis wohl kaum attraktiv.
Der zu erhoffende Niedergang der Zeitschrift lässt sich jedoch auch beschleunigen, z.B. durch Gespräche mit Kioskbesitzer_innen, welche Inhalte sich hinter der biederen Hochglanzoptik des Blattes befinden. Die Bereitschaft, das rechtextreme Drecksblatt aus dem Sortiment zu nehmen, ist nach unseren Erfahrungen bei vielen Kioskbesitzer_innen gegeben.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Bauer-Verlag aufzufordern, die Verbreitung der Zuerst! über die Verlagsunion einzustellen, entweder per email (Kontaktadressen unter www.bauermedia.com) oder postalisch an Heinrich Bauer Verlag KG, Burchardstraße 11, 20077 Hamburg

lbgr am 20.5.10 16:32


DVU-Kundgebung in Plön stoppen !

Gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung - Plön bleibt bunt !

Für den 17. April hat die rechtsradikale Partei DVU eine Kundgebung auf dem Plöner  Marktplatz unter dem Motto „Für Arbeit, soziale Gerechtigkeit und Sicherheit“ angemeldet. Was sich brav und bürgerlich gibt, zielt auf Hass und Gewalt. So wurden in der Vergangenheit solche Infostände auch von anderen Gruppierungen besucht, beispielweise von Mitgliedern der gewaltbereiten Freien Kameradschaften. Bei einer Veranstaltung in Husum ist auch Christian Worch, Holocaust-Leugner, führender Nazi-Kader und verurteilter Gewalttäter, aufgetreten.

Nachdem die Kooperation der DVU mit der NPD („Deutschlandpakt“ offiziell aufgekündigt worden ist, ist die Partei bundesweit in die Defensive geraten. Aus den Landesorganisationen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein heraus versuchen sie, durch Kundgebungen und Infostände wieder Fuß zu fassen. Die Kundgebung in Plön scheint daher nur Teil einer längerfristigen Kampagne zu sein.

Die Nazis nutzen mit ihrem Slogan das Bedürfnis von Menschen nach gesicherten Lebensverhältnissen aus. Tatsächlich streben sie eine Gesellschaft an, die radikal Menschen anderer Hautfarbe und Nationalität ausgrenzt. 65 Jahre nach dem Sieg über den deutschen Faschismus versuchen die Rechten, ihre ewiggleiche Ideologie in neuen Gewändern zu präsentieren. Unter dem Motto „Plön bleibt bunt“ ruft ein breites Bündnis aus SchülerInnen, Parteien, Gewerkschaften und antifaschistischen Organisationen auf, laut die Stimme gegen Nazis zu erheben. Bringen Sie Trillerpfeifen, bunte Transparente, Musikinstrumente mit und lassen Sie uns gemeinsam zeigen: Die Präsenz von Neonazis darf nicht zur Normalität werden - nicht in Plön und nicht anderswo!

17. April, um 10 Uhr auf

dem Plöner Marktplatz

Für Rückfragen: ploen_bleibt_bunt@web.de

lbgr am 2.4.10 14:28


Wir haben sie gestoppt! DANKE !!!!!!

Wir möchten uns bei allen bedanken, die heute zu der größten Niederlage der Neonazis in Lübeck seit Beginn der regelmäßigen Aufmärsche beigetragen haben.

150 Neonazis wurden nach nur 200 Metern durch eine Vielzahl an Blockaden entlang der Aufmarschroute und rund um den Ziegelteller gestoppt und gaben entnervt auf. Die Einsatzleitung der Polizei verzichtete darauf, ihnen eine neue Route zuweisen zu wollen, so dass sich die Nazidemo nach weniger als zwei Stunden auflöste. Erstmals konnten die Nazis in St. Lorenz gestoppt werden, die Blockaden verliefen entsprechend des vereinbarten Aktionskonsensus friedlich, die Polizei verhielt sich nach teilweise rabiaten frühmorgendlichen Räumungen am Steinrader Weg weitgehend zurückhaltend. Damit haben die Nazis eine doppelte Niederlage erlitten: ihre Anhängerschaft hat sich gegenüber den Vorjahren nahezu halbiert, und ihr sicher geglaubte Durchmarsch wurde gestoppt.

Der heutige Erfolg sollte uns Ansporn sein für den zu erwartenden Aufmarsch 2011:

NO PASARAN.......PASAREMOS!!!!!!!

 

lbgr am 27.3.10 23:44


Radiosendung zum 27.03.

Radiosendung des FSK Hamburg mit dem Lübecker Bündnis gegen Rassismus zum Naziaufmarsch vom 26.03.2010.
lbgr am 26.3.10 16:03


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung